Pflege

Westies empfinden das tägliche Bürsten und Kämmen als angenehme Berührung, wenn Sie diese Pflege richtig und mit positiver Einstellung durchführen. Ein Westie, der so eine liebevolle Behandlung gewöhnt ist, wird es leichter tolerieren, wenn Sie ihn einmal festhalten müssen, um einen eingetreten Dorn zu entfernen oder wenn er beim Tierarzt seine Impfung bekommt. Gleichzeitig ist die richtige Pflege Ihres Westies eine hervorragende Gesundheitsvorsorge. Wer seinen Westie regelmäßig pflegt, erkennt bereits im Ansatz die geringsten Veränderungen an Haut und Haar und kann mit einfachen Mitteln Abhilfe schaffen.

Die Pfoten Ihres Westies sollten Sie zumindest nach jedem Spaziergang untersuchen. Sorgen Sie grundsätzlich dafür, dass keine zu langen Haare um die Pfoten oder zwischen den einzelnen Ballen stehen. Entfernen Sie störende Haare mit einer vorne abgerundeten Schere, damit Sie Verletzungen vermeiden. Kontrollieren Sie die Ballen und vor allem die Ballenzwischenräume auf kleine Steinchen und Sand die hier scheuern. Ebenso sollten Sie auf sonstige Verschmutzung, wie z.B. Kaugummi achten. Die Zwischenräume der Ballen und zwischen den Zehen dürfen nicht gerötet sein! Sollte Ihr Westie sich länger die Pfoten lecken, so forschen Sie unbedingt nach den Ursachen. Im Winter meiden sie gestreute Gehwege. Das Salz und auch andere abstumpfende Mittel greifen die Ballen an, vorsichtshalber waschen Sie diese nach einem solchen Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab und trocknen diese gründlich.

Die Krallen nutzen sich bei den meisten Westies normalerweise genügend ab, wenn die Hunde sich auf verschieden Böden ausreichend bewegen. Westies sollten immer gut auf den Ballen stehen und nicht auf den Krallen. Besonders wenn bei Junghunden und Welpen nicht auf zu lange Krallen geachtet wird, kann es zu Fehlstellungen der Läufe und dadurch zu einer schlechten Bewegung kommen. Darum sollten Sie die Krallen regelmäßig kontrollieren. Die Länge der Krallen kontrollieren Sie, indem Sie Ihren Westie auf eine ebene Fläche stellen und dann feststellen, ob er auf einer oder mehreren Krallen steht. Ist dies der Fall, so müssen diese Krallen gekürzt werden. Dies sollte bei dunklen Krallen, die der Westie vorzugsweise hat, nur von jemanden mit Erfahrung gemacht werden, da man nicht erkennen kann wie weit die Blutgefäße reichen. Die Daumenkrallen an den Vorderbeinen oder Wolfskrallen an den Hinterbeinen müssen in jedem Fall regelmäßig gekürzt werden, da diese sich ja nicht abnützen. Am Besten lassen Sie die Krallen beim Trimmen oder bei Ihrem nächsten Tierarztbesuch von diesem kürzen.

Die Zähne Ihres Westies sollten Sie regelmäßig kontrollieren. Im Welpenalter und während der Zahnung können Sie dabei gleich feststellen, ob sich das Gebiss richtig entwickelt und keine Fehlstellungen des Gebisses entstehen. Karies kommt bei Westies nicht häufig vor, Parodontose ist dagegen häufiger. Zur Gebisspflege gehört die tägliche Gabe eines Zahnpflegenden Kauprodukts. Dazu gehören harte Hundekuchen, Kauknochen aus Büffelhaut und ähnlichen Materialien. Günstig wirkt sich auch die Fütterung von Trockenfutter statt Weichfutter aus, da durch die erhöhte Reibung die Zähne gleichzeitig gesäubert werden. Sehr wichtig ist es, dass Sie Ihren Westie vom ersten Tag daran gewöhnen, sich von Ihnen das Gebiss kontrollieren und auch reinigen zu lassen. Sollten Sie über längere Zeit keine oder nur wenig Zahnpflege betrieben haben, so bleibt Ihnen nur der Besuch beim Tierarzt der den Zahnstein abschabt oder bei gravierenden Fällen in Narkose mit Ultraschall entfernt. Vorsicht ist immer geboten, wenn Sie üblen Mundgeruch bei Ihrem Westie feststellen.

Trimmen

Jeder Hundebesitzer weiß, dass sein Vierbeiner eine Reihe von Grundbedürfnissen hat,wie Fressen, Schlafen, Spielen und Spazierengehen. Dies wird von ihm akzeptiert und bietet meist auch keine großen Schwierigkeiten. Anders ist es beim Trimmen des Hundes, das durchaus Probleme für den Besitzer mit sich bringen kann. Warum, so fragen sich viele Neulinge der Rasse, muss ein Terrier überhaupt getrimmt werden?

Zunächst einmal ist es eine Geschmacksfrage. Ein ungetrimmter Terrier erreicht eine Haarfülle, die ihn nach einiger Zeit rund wie eine Tonne aussehen lässt und dies passt gewiss nicht zu dem eleganten Hund, der unter all dem Haar verborgen ist. Ein weiterer wesentlicher Grund ist die Tatsache, dass das weiche Unterhaar verfilzt, wenn man ihn nicht regelmäßig trimmt, dazu kommt noch, dass das harte Deckhaar, besonders in den ersten Lebensmonaten, sich nicht richtig entwickeln kann, wenn die dichte Unterwolle nichts durchlässt. Ein dritter Grund ist die Tatsache, dass sich unter dem verfilzten ungetrimmten Haarpanzer leicht Hautentzündungen entwickeln, die durch Parasiten hervorgerufen werden können. Davon wird der Besitzer dieses armen Hundes aber erst etwas merken, wenn der Zustand schon weit fortgeschritten und eine Behandlung längst überfällig ist. Und schließlich sollte man einem Terrier seinen typischen und markanten Ausdruck lassen, der ihn von anderen Rassen unterscheidet und so unverwechselbar macht.

Merke: Rauhaarige Terrier haben ein doppeltes Haarkleid mit weicher Unterwolle und hartem Deckhaar, das abstirbt, und müssen daher regelmäßig getrimmt werden!

Das harte Deckhaar stirbt in gewissen Zeitabständen ab und bleibt tot in der Haut hängen, wenn es nicht regelmäßig herausgezupft wird. Noch schlimmer ist es, wenn der Hund ohne vorheriges Trimmen geschoren wird - das abgestorbene Haar bleibt immer in der Haut stecken - Hautkrankheiten sind dadurch vorprogrammiert, und ihr Terrier bekommt ein weiches, lockiges und vollkommen untypisches Fell!

Merke: Gezupft und keinesfalls geschoren oder geschnitten ! ! !

Die Häufigkeit des Trimmens hängt davon ab, ob es sich um einen Familien- oder Ausstellungshund handelt. Familienhunde müssen je nach Haarwuchs alle 2 bis 3 Monate getrimmt werden. Ausstellungshunde müssen laufend in Form gehalten werden. Ein Terrier sollte immer getrimmt werden, bevor man denkt, es wäre schon lange Zeit dazu gewesen. Das Trimmen sollte immer regelmäßig in denselben Zeitabständen erfolgen, damit nach dem Trimmen immer schon neues Haar vorhanden ist. Damit der Hund nicht verfilzt, muss er regelmäßig mit einer Terrierbürste gebürstet und einmal in der Woche gut ausgekämmt werden. Wird ein Terrier zum Trimmen gebracht, darf er vorher mindestens 14 Tage nicht gebadet sein, der Trimmabstand darf 3 Monate nicht übersteigen, er muss vollständig ausgekämmt und frisiert sein.

Merke: Regelmäßiges Trimmen alle 2 bis 3 Monate MUSS sein - Ihr Terrier dankt es Ihnen!